Rasseinformationen zu Krainer Steinschafen

Geänderte Leistungsansprüche haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einem starken Rückgang der Anzahl der Nutztierrassen geführt. Während es früher eine Vielzahl von Lokalrassen gab, setzt sich heute ein Großteil der Tierbestände aus nur wenigen Hochleistungstierrasssen zusammen. Viele der alten, einheimischen Rassen sind nur noch in kleinen Restbeständen vorhanden oder sind in den letzten Jahren ausgestorben. Heute gehört das Steinschaf, in seiner ursprünglichen Form, zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Schafrassen.

Das Krainer Steinschaf stammt aus der Region Krain, dem Dreiländereck Slowenien, Kärnten und Oberitalien. Heute ist es hauptsächlich im Allgäu beheimatet.

Das Krainer Steinschaf ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Gebirgsschaf. Das unbewollte Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen. Die Ohren stehen waagrecht bzw. leicht hängend ab. Die Beine sind dünn, aber kräftig, die Klauen sehr hart. Das Krainer Steinschaf kann schwarz, braun, weiß und gescheckt sein.

Die Schur erfolgt im Frühjahr und im Herbst, die rauhe Mischwolle der Krainer Steinschafe kommt in allen Wollfarben und Farbschattierungen vor und eignet sich daher gut zur Herstellung naturfarbiger Teppiche, zum Filzen sowie als Strickwolle.

Das Krainer Steinschaf ist widerstandsfähig und wetterhart, genügsam und langlebig. Es passt sich den unterschiedlichen Standorten problemlos an.

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